Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der Bytes & More – IT-Services e.K., Inhaber Thomas Schindzielorz, Zum Vorwerk 7, 21614 Buxtehude (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden über Beratungs-, Schulungs- und sonstige Dienstleistungen im Bereich der Informationssicherheit.
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Bedingungen gelten für sämtliche Angebote, Leistungen und Lieferungen des Anbieters.
1.2 Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden nicht geschlossen.
1.3 Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder in Kenntnis dieser Bedingungen leistet. Sie gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2. Vertragsschluss
2.1 Die Darstellung der Leistungen auf der Website sowie Preisangaben stellen kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Anfrage.
2.2 Ein Vertrag kommt durch Auftragsbestätigung des Anbieters in Textform, durch beiderseits unterzeichnetes Angebot oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
2.3 Individuelle Angebote gelten für den im Angebot genannten Zeitraum, mangels Angabe 30 Kalendertage ab Zugang.
3. Leistungsumfang und Leistungsart
3.1 Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem Angebot, der Auftragsbestätigung oder einem gesonderten Vertrag. Zum Leistungsportfolio gehören insbesondere:
- Beratung zur Informationssicherheit, Aufbau und Weiterentwicklung von Managementsystemen (ISMS),
- Tätigkeit als externer Informationssicherheitsbeauftragter,
- CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076,
- Vorbereitung und Begleitung interner Audits sowie von Kunden- und Zertifizierungsaudits,
- Notfallvorsorge sowie Unterstützung bei der Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen,
- Awareness- und Fachschulungen, Phishing-Simulationen, Lernmodule (auch als SCORM-Paket),
- Auswahl, Beschaffung und Einführungsbegleitung von Sicherheitslösungen.
3.2 Beratungs- und Schulungsleistungen sind Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Der Anbieter schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Tätigkeit, nicht den Eintritt eines bestimmten wirtschaftlichen oder rechtlichen Erfolgs. Ein Werkerfolg wird nur geschuldet, soweit dies ausdrücklich in Textform vereinbart ist.
3.3 Keine Rechts- oder Steuerberatung. Der Anbieter erbringt keine Rechtsdienstleistungen im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes und keine steuerliche Beratung. Aussagen zu regulatorischen Anforderungen, etwa zu NIS2, zur DSGVO oder zu vertraglichen Vorgaben Dritter, dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen nicht die Prüfung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
3.4 Ergebnisse von Erhebungen wie dem CyberRisikoCheck beruhen auf den Angaben des Kunden und der Betrachtung zum Erhebungszeitpunkt. Sie stellen eine Momentaufnahme dar und beinhalten keine technische Tiefenprüfung, sofern eine solche nicht gesondert beauftragt wurde.
3.5 Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch qualifizierte Mitarbeitende oder geeignete Kooperationspartner erbringen zu lassen. Die Verantwortung gegenüber dem Kunden bleibt beim Anbieter.
4. Durchführung von Schulungen
4.1 Schulungen finden als Präsenz-, Online- oder Hybridveranstaltung statt. Inhalte richten sich nach dem vereinbarten Paket oder Konzept.
4.2 Der Anbieter darf Unterlagen, Beispiele und organisatorische Abläufe anpassen, solange der vereinbarte Leistungsumfang nicht wesentlich verändert wird.
4.3 Kann eine Schulung wegen höherer Gewalt, technischer Störung oder Erkrankung der referierenden Person nicht stattfinden, bietet der Anbieter einen Ersatztermin an. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht, soweit den Anbieter kein Verschulden trifft.
4.4 Für Online-Schulungen sorgt der Kunde für eine geeignete Internetverbindung sowie passende Hard- und Software. Kurzzeitige Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters begründen keine Minderung oder Schadensersatzansprüche, sofern die Schulung in angemessenem Umfang durchgeführt werden kann.
5. Mitwirkungspflichten des Kunden
5.1 Der Kunde stellt alle erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugänge, Räumlichkeiten und Ansprechpersonen rechtzeitig und vollständig bereit. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben liegt in seiner Verantwortung.
5.2 Verzögerungen aus fehlender Mitwirkung verlängern vereinbarte Fristen entsprechend. Nachweisbare Mehraufwände kann der Anbieter gesondert berechnen.
5.3 Der Kunde bleibt für den Betrieb seiner Systeme, für Datensicherungen und für die Umsetzung empfohlener Maßnahmen selbst verantwortlich. Vor Eingriffen in produktive Systeme sorgt er für eine aktuelle, wiederherstellbare Datensicherung.
6. Preise, Zahlung, Reisekosten
6.1 Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
6.2 Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang zur Zahlung fällig.
6.3 Bei längerfristigen Vorhaben kann der Anbieter Abschlagszahlungen nach Projektfortschritt verlangen.
6.4 Reisezeiten und Reisekosten für Termine außerhalb des Raums Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden gesondert vereinbart.
6.5 Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Anbieter Verzugszinsen und weitere gesetzlich zulässige Verzugskosten geltend machen sowie die weitere Leistungserbringung bis zum Ausgleich offener Forderungen aussetzen.
7. Termine und Stornierung
7.1 Vereinbarte Termine sind verbindlich. Eine Absage ist unverzüglich in Textform mitzuteilen.
7.2 Bei Absage bis 14 Kalendertage vor dem Termin entstehen keine Kosten. Bei Absage innerhalb von 14 Kalendertagen bis 48 Stunden vor dem Termin werden 50 Prozent der vereinbarten Vergütung berechnet. Bei Absage innerhalb von 48 Stunden oder bei Nichterscheinen wird die vereinbarte Vergütung vollständig berechnet, sofern kein Ersatztermin oder Ersatzteilnehmer vereinbart wird.
7.3 Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
8. Urheber- und Nutzungsrechte
8.1 Unterlagen, Präsentationen, Schulungskonzepte, Lernmodule, Auswertungen, Vorlagen und sonstige Arbeitsergebnisse sind urheberrechtlich geschützt.
8.2 Der Kunde erhält, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht zur internen Verwendung im eigenen Unternehmen. Die Nutzungsrechte entstehen mit vollständiger Bezahlung.
8.3 Eine Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder Nutzung über den vereinbarten Zweck hinaus bedarf der vorherigen Zustimmung in Textform. Das gilt insbesondere für die Weitergabe von Schulungsmodulen an andere Unternehmen.
8.4 Allgemeines Know-how, Methoden und Vorlagen des Anbieters bleiben uneingeschränkt bei ihm.
9. Vertraulichkeit
9.1 Beide Parteien behandeln alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen vertraulichen Informationen streng vertraulich und verwenden sie ausschließlich zur Durchführung des Vertrags. Die Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus fort.
9.2 Der Anbieter behandelt Schwachstellen, Prüfergebnisse und Informationen über Sicherheitsvorfälle des Kunden mit besonderer Sorgfalt und gibt sie ohne Zustimmung des Kunden nicht an Dritte weiter, soweit keine gesetzliche Pflicht besteht.
9.3 Eine Nennung des Kunden als Referenz erfolgt nur mit dessen vorheriger Zustimmung in Textform.
9.4 Werden bei der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien vorab einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
10. Gewährleistung
10.1 Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der im Geschäftsverkehr üblichen Sorgfalt nach dem aktuellen Stand der Technik.
10.2 Mängel sind unverzüglich nach Feststellung in Textform anzuzeigen. Der Anbieter erhält zunächst Gelegenheit zur Nachbesserung.
10.3 Soweit ausnahmsweise ein Werkerfolg vereinbart ist, gilt die Leistung als abgenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von 14 Kalendertagen nach Bereitstellung Mängel in Textform anzeigt. Auf diese Wirkung weist der Anbieter bei der Bereitstellung hin.
11. Haftung
11.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
11.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
11.3 Der Anbieter haftet nicht für Schäden aus unsachgemäßer Nutzung der Arbeitsergebnisse, aus Eingriffen Dritter oder daraus, dass empfohlene Maßnahmen nicht, verspätet oder abweichend umgesetzt wurden.
11.4 Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
11.5 Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleibt unberührt.
12. Höhere Gewalt
Kann eine Partei ihre Leistung wegen Ereignissen höherer Gewalt – insbesondere Naturereignissen, Pandemien, behördlichen Maßnahmen, Energie- oder Netzausfällen – nicht oder nicht rechtzeitig erbringen, verlängern sich die Fristen um die Dauer der Behinderung. Dauert die Behinderung länger als zwei Monate an, kann jede Partei den betroffenen Auftrag in Textform kündigen. Die Zahlungspflicht für bereits erbrachte Leistungen bleibt bestehen.
13. Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den geltenden Datenschutzgesetzen. Einzelheiten zur Verarbeitung im Zusammenhang mit dieser Website enthalten die Datenschutzhinweise.
14. Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für künftige Verträge anpassen. Für bereits geschlossene Verträge gilt die bei Vertragsschluss vereinbarte Fassung.
15. Schlussbestimmungen
15.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
15.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus der Geschäftsbeziehung ist Buxtehude, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist und soweit gesetzlich zulässig. Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
15.3 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Abbedingung dieses Formerfordernisses.
15.4 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
16. Kontakt
Bytes & More – IT-Services e.K.Inhaber: Thomas Schindzielorz
Zum Vorwerk 7
21614 Buxtehude
Telefon: 0173 209 73 63
E-Mail: info@bytesandmore.de
Stand: August 2026
Bytes & More